Google will gegen nervige Werbe-Ads vorgehen

Setzen Sie auch Pop-Ups, automatisch startende Videos oder Counter-Ads auf Ihrer Homepage ein? Dann könnten Sie demnächst vielleicht auch Post von Google bekommen.

Laut einem Beitrag von George Slefo auf dem Ad Age – Blog verschickt Google gerade E-Mails an 1.000 Publisher mit der Warnung, dass ihre Webseiten gegen die Better Ads Standards verstoßen würden. Die Coalition for Better Ads, der neben Google auch Facebook, die Washington Post und andere große Unternehmen angehören, hat vor einigen Monaten gemeinsame Standards für Werbe-Ads auf Desktop- und Mobile-Werbung für Nord-Amerika und Europa festgelegt. Diese basieren auf einer Befragung von mehr als 25.000 Nutzern.

Hintergrund ist die vermehrte Nutzung von Ad-Blockern durch die Internetnutzer, die gerade Google oder Facebook natürlich nicht gefallen kann. Mit den Better-Ads-Standards sollen die nervigsten Werbe-Ads verschwinden um die allgemeine Akzeptanz von Werbe-Ads wieder zu erhöhen (und die Nutzung von Ad-Blockern einzuschränken.)

Vier Typen von Desktop-Ads und acht Typen von Mobile-Ads welche von den Internetnutzern in der Umfrage als besonders lästig benannt wurden, entsprechen nicht den Better-Ads-Standards :

Desktop:

  • Pop-up-Ads
  • Auto-playing Video Ads mit Sound
  • Prestidial-Ads (einer Webseite wird eine Werbeseite mit einem Countdown vorgeschaltet, nach dessen Ablauf der Nutzer entweder einen Link oder das „Kreuzchen“ anklicken kann bzw. automatisch zum eigentlich gewünschten Inhalt weitergeleitet wird)
  • Large Sticky Ads (Ads, die mehr als 30% der Webseite überdecken und beim Scrollen automatisch mitziehen)

Mobile:

  • die gleichen wie bei Desktop, dazu
  • Full-Screen Scroll-overs (Ads, die man beim Scrollen „durchziehen“ muss)
  • Flashing animated Ads (blinkende Werbe-Ads mit nervigen Farben)

Hier finden Sie alle eine Auflistung aller „abzustrafenden“ Werbe-Ads inklusive animierter Beispiel-Grafiken. https://www.betterads.org/standards/

Fazit: Auch wenn erst einmal nur tausend Publisher eine eMail erhalten haben, zeigt diese Aktion von Google, dass man gewillt ist, diese neuen Standards auch durchzusetzen. Damit dürften diese Formen von Werbe-Ads bald der Vergangenheit angehören. Die meisten Internetnutzer werden ihnen wahrscheinlich nicht hinterhertrauern. Diejenigen jedoch, deren Geschäftserfolg hauptsächlich auf dem Einsatz solcher Werbe-Ads beruht, sollten sich schnellstens Gedanken machen, wie man der Abstrafung entgehen kann.

 

 

Google will gegen nervige Werbe-Ads vorgehen
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